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Die Armut auf der Dominikanischen Republik ist allgegenwärtig

25. August 2009 [ 3 Kommentare ]

Die Armut in der Dominikanischen Republik hat sich in den vergangenen Jahren kaum verringert. Nationale und internationale Organisationen schätzen die Anzahl der in Armut lebenden Dominikaner auf 1,8 bis 2,2 Millionen.

Der Tourist, der die beliebte Ferieninsel anlässlich seiner wohlverdienten Ferien aufsucht, bekommt innerhalb seines Ferienresorts davon nichts mit. Prachtvolle Hotelanalagen vermitteln ein Bild der Üppigkeit und des Wohlstandes.

Am deutlichsten ist die Armut in den Randvierteln der Großstädte und in den abgelegenen ländlichen Regionen zu beobachten. An Hunger müssen die meisten Bewohner nicht leiden, aber die Mangelversorgung durch unzureichende, qualitativ hochwertige Nahrung fällt ins Auge.

Gemäße eines Artikels, veröffentlicht auf der Internetplattform DomRepInfo, ist selbst die Versorgung mit sauberem und trinkbaren Wasser vielerorts nicht gegeben. Allerdings ist dieses Problem oft hausgemacht. Fahrlässig wird vielerorts der Müll einfach in die Landschaft entsorgt, Wasserquellen dadurch verschmutzt. Als Folge treten dann lokale Erkrankung und Vergiftungswellen auf.

Auch ist die medizinische Grundversorgung ist vielen Gebieten der Dominikanischen Republik nicht gegeben. Die von der Regierung aufgelegten Sozial- und Solidaritätsprogramme erreichen bei weitem nicht alle Betroffenen. Eine vernünftige, ordentlichen Grund- und Weiterbildung an den Schulen ist nicht für alle Kinder möglich. In den ländlichen Gebieten sind oft lange Fußmärsche nötig, um eine Schule zu erreichen. Viele Unterrichtseinheiten fallen zudem meist ersatzlos aus.

Die Schere zwischen arm und reich klafft in der Dominikanischen Republik immer weiter auseinander.
Unfassbarer Luxus und Verschwendung auf der einen Seite, auf der  anderen jedoch fehlt es an den elementarsten Versorgungsmitteln zur Befriedigung der Grundbedürfnisse.

Das Problem der Allgemeinversorgung mit Wasser, Strom, Medizin und Bildung scheint nicht im Ansatz gelöst werden zu können, während die privilegierte Schicht des Landes im Luxus schwelgt und im Champagner badet.

Gemäß einer Studie der Population Reference Bureau leben in fünf karibischen Ländern Menschen, die mit weniger als  2 US $ pro Tag auskommen müssen. Die Studie berichtet, dass Staatsangehörige der Dominikanischen Republik, Haiti, St. Lucia, Guyana, Trinidad und Tobago, und Surinam regional mit diesem kleinen Betrag leben. Das Präsidium wies darauf hin, dass 97 Prozent des globalen Bevölkerungswachstums in den nächsten 40 Jahren in Lateinamerika, Asien und Afrika stattfinden wird.

Prozentual gesehen ist die Armut im Verhältnis zur wachsenden Bevölkerung in den vergangenen Jahren in der Dominikanischen Republik etwas zurückgegangen, jedoch kann das weder Trost noch Hoffnung für die Millionen Dominikaner sein, die mittel- und perspektivlos sind.

Dringende Verbesserungen für die ärmeren Bevölkerungsschichten sind von Nöten, um ein Ausufern der Unruhen, die in den anhaltenden Protesten auf den Straßen des Landes zum Ausdruck kommen, zu verhindern und eine nachhaltige Entwicklung des Landes für alle Dominikaner zu ermöglichen.

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Autor/in: Michael Unsleber Bilder: schulschwestern.de Abo: RSS-Feed | Mehr...




3 Kommentare »

  • DR.info sagt:

    Ein endloses Thema und ein endloser Kreislauf aus dem es kaum signifikante Fortschritte geben kann.

  • Otto Hegnauer sagt:

    Himmeltraurig. Besonders wenn man die überspannten Hotelanlagen daneben sieht, und die Touristen, die sich hier ahnungslos in der Sonne räkeln. Und die Abfälle, die hier jeden Tag weggeworfen werden, besonders die noch geniessbaren Lebensmittel, vor den Augen der Unterernährten. Aber die miserablen Zustände erstaunen mich nicht, sind es doch diesseits der Grenze, in Haïti, dieselben. Ich habe das immer wieder beschrieben und lege deshalb den Türschlüssel zu meinen Kolumnen über das Nachbarland gleich bei: <a href=\\

  • Brigitte Birner sagt:

    ich war geschockt und gleichzeitig tief traurig.
    Ich konnte kaum atmen und hatte das Gefühl gegen eine Wand gelaufen zu sein.
    Eine endlose Leere und Hiflosigkeit machte sich im Innern bei mir breit.
    In der realen Welt kann man erst das fühlen, spüren was die Medien uns vermitteln wollen.

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