Kuba und USA planen Gespräche zur Wiederaufnahme des direkten Postverkehrs
Die Gespräche zur Wiederaufnahme des direkten Postverkehrs zwischen den Vereinigten Staaten und Kuba, der seit Jahrzehnten ausgesetzt ist, soll Mitte September stattfinden und wird ein weiteres Zeichen für die Auftau Phase zwischen den USA und Kuba sein, teilten westliche Diplomaten mit.
Beamte des US-State Department und des US Postal Service werden zu Gesprächen in Havanna erwartet, sagte ein Diplomat, der nicht namentlich genannt werden möchte.
Weitere Details wurden nicht zur Verfügung gestellt und es gab keine sofortige Bestätigung von der kubanischen Regierung.
Die Gespräche sind Teil der erklärten Absicht von US-Präsident Barack Obama zur “Neufassung der Beziehungen” zu dem kommunistisch regierten Kuba, das seit mehr als 47 Jahren das Ziel eines US-Handelsembargos ist.
Im April hob Barack Obama die Beschränkungen für Reisen und Überweisungen von Kuba-Amerikanern an ihre Verwandten auf, auch hat er Gespräche über die Einwanderung von Kubanern, die von der Bush-Regierung im Jahr 2004 ausgesetzt wurden, neu gestartet.
Die Einstellung des Direkten Postverkehrs galt als Ergebnis der Feindschaft zwischen den USA und Kuba. Sie begann bald nach der kubanischen Revolution 1959, in deren Verlauf der Diktator Fulgencio Batista gestürzt wurde.
Die diplomatischen Beziehungen wurden 1961 abgebrochen und ein Jahr später verhängten die USA ein Handelsembargo über Kuba, welches auch heute noch vorhanden ist.
Die Vereinigten Staaten haben vor, in Kuba über die Wiederaufnahme direkter Postdienste zu verhandeln. Kuba hat in der Vergangenheit auch darauf bestanden, dass unter anderem regelmäßige, gewerbliche Flüge zwischen den beiden Ländern, die nur 90 Meilen (145 km) auseinander liegen, aufgenommen werden. Derzeit sind nur Charterflüge nach US-Vorschriften zulässig.
Kuba mochte auch über die mögliche Lieferung per Post von Elementen, die als potentiell heikel gelten, verhandeln. Darunter befinden sich Chemikalien, Waffen, und Technologie, wie Satelliten-Mobiltelefone.
US-Express-Mail-Service-Unternehmen wie UPS und FedEx können nicht in Kuba operieren, aber der Deutsche-Carrier DHL.
Laut John Kavulich, Senior Policy Advisor bei der US-Cuba Trade and Economic Council in New York, ist eine Wiederaufnahme des direkten Postverkehrs im Interesse von UPS und FedEx.
“UPS und FedEx werden dann mit dem US Postal Service konkurrieren müssen”, sagte er. Er sagte auch, dass mit dem direkten Postverkehr die kubanische Regierung rascher auf US Anträge und Anfragen reagieren könne als in der Vergangenheit.
“Mit der Normalisierung kommt allerdings auch die Rechenschaftspflicht, für manche politischen Systeme sind diese nicht leicht zu akzeptieren”, sagte Kavulich der Nachrichtenagentur Reuters.
Kuba ist bereit, alles mit Washington zu diskutieren, wird aber keine einseitigen politischen Zugeständnisse, sowie ein Abschwören des Kapitalismus zulassen.









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